Samstag, 31. Januar 2009

bachelor: fuck off

Ich sitze auf meiner Couch und starre an die Decke. Und ich wünsche mir es wär' schon vorbei (dem geneigten Ärzte-Fan kommt sicherlich die entsprechende Melodie zu diesem zugegeben etwas abgeänderten Vers in den Kopf).


Was ich damit sagen will ist einfach: die Bachelorarbeit nervt. Ich hasse es, dass ich ständig überlegen muss, was und wie ich es schreibe. Ich hasse es, dass ich das Projekt nicht einfach machen kann, weil ich es cool finde, sondern weil ich so ein blödes Dokument mit ca. 10.000 Worten fertigstellen muss. Dabei kann es doch ganz einfach sein. So geschehen gestern Abend: Da läuft mir doch im Office gegen 17.30 Uhr (Ortszeit) eine kleine unschuldige Datei über den Weg, die ich mega spannend finde. Also entschließe ich mich etwas Jazz über last.fm zu hören und rauszufinden, was mir die Datei denn so Alles über unsere Kundenkarte erzählen kann. Ich analysiere also stundenlang vor mich hin, bis ich schließlich um 22.00 Uhr nach Hause gehe. Warum? Weil es mir Spaß macht! So einfach.

In diesem Zusammenhang muss ich unweigerlich auf mein großes Ziel verweisen, dass ich seit vielen Wochen mit mir herumschleppe: 07.04.09 (der Tag der Erlösung!). Es ist der Tag, an dem ich meine Bachelorabreit abgebe. Mit dem Wissen im Gepäck, dass dieser Tag kommen wird, blicke ich mit Zuversicht nach vorne. Ich begreife, dass es unsinnig wäre, sich von dem ablenken zu lassen, was ich gerade dabei bin zu tun: having a good time!

Donnerstag, 29. Januar 2009

food: abel and cole

Liebe Lara,

auch hier in England halte ich selbstverständlich die Augen nach Geschäftsmodellen und coolen Ideen offen. Dabei vergesse ich natürlich nicht, dass du auf der Suche nach einer Beschäftigung für die After-Baumarkt-Zeit bist. Also aufgemerkt:

Es gibt in England einige wenige Anbieter für "good food", wie ich es nennen würde. Alle haben gemeinsam, dass sie wöchentlich Obst- und Gemüseboxen mit regionalen Produkten abieten. Natürlich sind alle Artikel (auch Fleisch, Fisch, Wurst, Käse, etc.) online bestellbar. Jetzt das coole an der Sache: ich hab das getestet (abelandcole.co.uk):


Die Bestellung habe ich Mittwoch abend aufgegeben, mein Fahrer heißt Andrew und hat heute Morgen geliefert. Gekostet hat der Spaß 14,90 Pfund und bekommen habe ich neben der Box auch eine Packung Bratwürste (in einer Isolierbox). Sowas findet man in Deutschland nicht. Zwar gibt es vereinzelte kliene Provinz-Anbieter, aber die kann man einem ordentlichen Konzeot und einer guten Reichweite locker platt machen.

Solltest du immernoch nicht überzeugt sein, dann muss ich dich an dein Team in spe erinnern: dein Freund ist Logistiker (das Wichtigste an der Geschichte), deine Mama will unbedingt was für eine bessere Welt machen (Fairtrade und so) und du selbst machst einfach den Rest. Sobald mein Blog zum Thema "Kochen" steht, können wir gerne über eine Kooperation verhandeln.

work: was ich da mache ...

Da ich des Öfteren gefragt werde, was genau ich hier eigentlich den ganzen Tag so treibe, sollte ich das wohl mal niederschreiben. Hier erstmal ein kurzer Blick auf das Hamilton-House (Elégance gehört das Erdgeschoss).


Ich muss noch vorweg schicken, dass es sich um ein sehr kleines Team handelt (wie erwähnt). Daher ist man eigentlich vor keiner Aufgabe wirklich sicher. Sei es, dass ich mal einen Tag Retouren packe, einen Drucker versuche zu installieren, Kataloge verschicke oder sonstige spontane Dinge. Wenn ich könnte, dann wurde ich auch gerne mal Bestellungen am Telefon entgegen nehmen.

Zu meinen Kernaufgaben gehört zunächst eine Vielzahl von Data-Warehouse-Analysen. Das ist zwar nicht immer schön, gewährt aber einen Einblick, wie das Geschäft gerade läuft oder welche Seiten in welchen Katalogen gut laufen. Zweiter Schwerpunkt sind Internet-Themen wie ein Newsletter-Kooperationskonzept, Affiliate-Akquise, etc. Zur Zeit habe ich noch die Einführung einer Kundenkarte für unsere Boutique in London auf dem Tisch. Das gestaltet sich schwieriger als gedacht, aber eine Lösung ist in Sicht.

Wenn man so darüber nachdenkt, dann hätte ich bei Quelle mindestens 5 Abteilungen besuchen müssen ... und genau das gefällt mir an einer kleinen company wie Elégance UK.

Mittwoch, 28. Januar 2009

mission: find Janet Rose

Der zweite Teil unseres Birmingham-Ausflugs war um ein vielfaches spannender als der erste Teil. Schließlich hatten wir noch eine Mission: die Gastfamilie finden, bei der mein Papa vor 25 (!) Jahren für drei Monate als Austausch-Azubi gewohnt hat. Die Adresse war Dank Internet (und kanpp 7 Pfund) herauszufinden, allerdings ohne Telefonnummer. Es blieb uns also nichts anderes übrig als einfach mal hinzufahren. Gesagt, getan. Mit dem Zug nach Wolverhampton (20 Mins ab Birmingham), dann bissl Bus und Fußweg. Das Haus haben wir gleich gefunden, wie uns der Nachbar aber mitteilte, allerdings umsonst, da die Familie vor sechs Monaten umgezogen ist.


Trotzdem ist die Welt auch in England klein, denn der Nachbar (mit echt fiesem Dialekt) arbeitet für die Schwester der Gast-Mama. Also haben wir kurzerhand unsere Adresse und ein Dia (ja, sowas gibts noch) von damals als Beweisstück hinterlassen. Weitere Entwicklungen werde ich meiner werten Leserschaft natürlich nicht vorenthalten.

travel: Birmingham

Wie schon angedeutet, hatte Leeds die Messlatte in der Kategorie "coole Stadt" extrem hoch gelegt. Um es auch gleich vorweg zu nehmen: da kommt Birmingham einfach nicht ran.

Über die Zugverbindung kann man sich nicht beschweren (kann aber auch daran liegen, dass wir mittlerweile Profis im Bus- und Bahnfahren waren). Jedenfalls waren wir in einer guten Stunde in besagter Stadt. Unser Standard-Torui-weg führte uns zuerst in die Touristinfo, um nach den Sehenswürdigkeiten und dem besten Fish&Chips Shop der Stadt zu fragen. Also haben wir uns erstmal auf der Suche nach unserem Mittagessen gemacht und haben es tatsächlich gefunden:


Mit der riesigen Portion Pommes (hier: Chips) hatte mein Magen dann allerdings knapp 36 Stunden zu kämpfen. Leider war das aber auch das Highlight des Tages, denn außer Shopping gibt es nichts wirklich Spannendes. Das Bullring (ein gigantisches Shopping-Center) hat es dafür aber auch in sich. Das kulturelle Highlight ist die Kirche, die in der Mitte zwischen den beiden Flügeln des Bullring steht.

Montag, 26. Januar 2009

Organisatorisches

Leider ist der Blog derzeit auf Grund von anhalten Reise-Strapazen vorübergehend geschlossen. Berichte aus Birmingham und Wolverhampton folgen in Kürze. Ich bitte die Unannehmlichkeiten zu entschuldigen.

travel: the place to stay

Heute habe ich viele neue Eindrücke an nur einem Tag gesammelt. Da wäre zunächst meine erste englische Zugfahrt, an der es absolut nichts zu meckern gibt. In nicht mal zwei Stunden schipperten wir nach Leeds (ziemlich weit im Norden) und zurück, was pro Mann und Nase 28 Pfund kostet (also knapp 30 Euro).

Im Internet hatte ich gelesen, dass sich Leeds mit Birmingham um den Titel als zweitwichtigste Stadt Englands streitet und auf jeden Fall eine Reise wert sei. Blöderweise haben jedoch sonntags alle guten Fish&Chips Shops geschlossen und verlaufen hatten wir uns auch gleich zu Beginn (die Karte von der Tourist-Info war irgendwie strange). Aber dann ging es aufwärts: etwas außerhalb des Zentrums liegen alte Dockanlagen, die komplett modernisiert und bebaut wurden. Entstanden ist ein irrsinnig cooles Viertel mit vielen kleinen Shops, modernen Luxus-Appartments und dem Royal Army Museum (kostenloser Eintritt und ein leckeres Bistro). Leider wirkt das alles auf den Bildern nur halb so gut, aber das ist definitiv mein akuteller Favorit auf der Liste "places to stay in England".


Begeistert war ich anschließend von der Größe der Innenstadt (insgesamt ca. 760.000 Einwohner und damit fast 3x so groß wie Nottingham). Das scheint die ideale Zahl zu sein, um noch Flair und Gemütlichkeit auszustrahlen, aber trotzdem nicht winzig zu sein. Natürlich gibt es auch hier zahlreiche Shoppingcenter, die aber sehr nobel gehalten sind ohne versnobt zu wirken.


Unser weiterer Streifzug führte uns kreuz und quer durch die Stadt, vorbei an schönen und alten Gebäuden, meist breiten Straßen und großen Plätzen. Alles in Allem also ein gelungener Ausflug in eine verdammt schöne Stadt.