Montag, 16. Februar 2009

travel: Konsum in seiner reinsten Form

Da war es nun. Mein zweites Reise-Wochenende in Folge. Katrin (meine Chefin), die mich praktischerweise nach London mitnahm, hatte die Mission "Brautkleid-Shoppen" (allerdings nur als Begleitung). Meine Mission lautete glücklicherweise anders: "Catalogue distribution". Darunter hatte ich mir eigentlich eine Adress-Liste vorgestellt, die ich abarbeiten sollte. Falsch gedacht. Margot (unsere Boutique-Leiterin) gab mir eine grobe Wegbeschreibung für ein bestimmtes Wohnviertel und die Ansage "you will see it" als Beschreibung geeigneter Häuser mit auf den Weg. Obwohl ich mit mulmigem Gefühl startete, begriff ich schnell, was sie meinte. Schicke Häuser, teure Autos, noble Hotels und exklusive Shops.

Da waren wir also. Ich, mein dunkelblauer Oma-Trolli und 60 Elégance-Kataloge. Nach einer anfänglichen Orientierungsphase, verteilte ich munter drauf los und hatte ziemlich viel Spaß dabei (meine Füße allerdings weniger). Nachdem meine Mission in gut zwei Stunden erledigt war, ging ich zurück in die Boutique und hatte ein nettes Kaffeekränzchen mit Margot.


Anschließend blieb mir noch Zeit (und auch ein Rest an Kraft in den Beinen), um mir die Einkaufsmeilen London's genauer zu betrachten. Um es kurz zu machen: ein Horror-Erlebnis. Unmengen an Menschen und riesige Shops, begleitet von einer extremen Konsum- und Kommerzatmosphäre. Ich kann bis heute nicht sagen, was dazu geführt hat, dass ich mich dermaßen unwohl gefühlt habe. Zwar wusste ich, dass kein Problem mit vielen Leuten auf einem Fleck hatte, aber sowas habe ich trotzdem noch nie erlebt. Too many people, too much money.

Ich entschloss mich daher dazu, den Tag in Ruhe ausklingen zu lassen. Nachdem ich einen Tourist-Guide für London ergattert hatte, machte ich mich auf den Weg in mein Hotel. Für Londoner Verhältnisse hatte ich mit 39 Pfund wohl auch ein gutes Preis-Leistungsverhältnis erwischt. Kann mich nicht beklagen.

(edit: ich habe mir vorgenommen den Sonntag in zweit Blogposts zu spliten. Wünsche und Anregungen werden gerne entgegen genommen.)

Samstag, 14. Februar 2009

Organisatorisches

Auf Grund anhaltenden Travel-Wochenendes werden an dieser Stelle erst "late sunday" wieder Neuigkeiten zu entdecken sein. Ich bitte die Unannehmlichkeiten zu entschuldigen.

Donnerstag, 12. Februar 2009

Weltenbummler

Wie versprochen, möchte ich meiner vererhten Leserschaft die neuesten Neuigkeiten nicht vorenthalten. Ehrensache!

Punkt 1: Ich werde am Wochenende mehr oder weniger spontan nach London fahren. Aber nicht nur so zum Spaß, denn ich habe eine Mission: Elégance-Kataloge verteilen (zumindest am Samstag). Was sich unspannend anhört, könnte ganz witzig werden, denn ich bekomme eine Liste mit Nobel-Adressen in der Nähe der Boutique, die ich dann nach der Reihe abklappere. Wer meinen berühmt-berüchtigen Orientierungssinn kennt, der weiß, dass man lieber einen 300-Mann-Suchtrupp bereit halten sollte, um sicher zu gehen, dass ich gefunden werde. Idealerweise lässt sich diese Geschichte mit einem touristischen Strefizug durch London am Sonntag verbinden, was ich natürlich ausnutzen werde.

Punkt 2: Es besteht die Möglichkeit (bisher keine Spruchreife), dass ich einen Großteil des Sommers 2009 in Ikast verbringen werde. Sobald es Genaueres hierzu gibt, wird es meine Blog-Leserschaft selbstverständlich zuerst erfahren. Um es mit den Worten meines Onkels zu formulieren: alter Weltenbummler!

Mittwoch, 11. Februar 2009

Es darf spekuliert werden

Leider bin ich heute zu platt, um einen vernünftigen Eintrag zu schreiben. Zudem muss ich die mir verbleibende Energie in meine Bachelorarbeit investieren.

Daher gebe ich heute nur zwei kurze Hinweise: zum einen werde ich auch das kommende Wochenende nicht in Nottingham verbringen. Zum anderen ist es möglich, dass ich während meines letzten Praxissemesters (Juli bis September) nicht in Nürnberg weilen werde. Näheres dazu werde ich morgen enthüllen.

Dienstag, 10. Februar 2009

confusing update

I thought it would be the right time to get a bit more personal again after having written so much about travel or snow. So I just want to tell you how I am feeling these days.

Die letzten Wochen waren ziemlich hektisch, weil jeden Tag viele Dinge passieren und ich jeden Tag neue Erfahrungen mache. Manchmal habe ich auch die Nerven verloren, wenn es nicht so recht nach meinem Sturkopf gehen wollte. Dazu möchte ich nur an diverse Fußballkarten oder meine Bachelorarbeit erinnern. Nevertheless I enjoy the time here. Standing up in the morning and getting to work just feels great, when you know that you are able to spread you knowledge, get things done or just have fun. Auch meine Bachelorarbeit geht wieder voran, wofür ich überaus dankbar bin (wem auch immer).

As you also might notice, all my daily life has nearly switched into English. This is normally the case, when I spend several time in Spain (but this time using another language). For me, this is definitely a sign, that I am living here with all my heart. Without getting too deep into my confusing feelings, I just wanted to let you know, that I am having a good time!

Montag, 9. Februar 2009

travel: College-City Oxford (part II)

... die Geschichte geht also weiter, nachdem wir uns entschieden hatten die englische Kälte mit einem Café Mocha und einem Schwarztee zu bekämpfen. Anschließend verfielen wir (bzw. meine Begleiterin) in einen kurzen Shoppingrausch im verramschtesten ZARA, den ich je gesehen hatte. Da lagen einfach mehr Klamotten auf dem Boden, als in den Regalen.

Um unseren Oxford-Tag ausklingen zu lassen, zerrte ich meine liebe Conni noch in einen Pub, den wir allerdings zuvor geschlagene 30 Minuten in den entlegensten Gassen der Stadt suchen mussten. Neben typisch britischer Atmosphäre sind wir dort auch auf zwei deutsche Studenten getroffen, die uns das wirre System aus Colleges und Universität versuchten näher zu bringen (wirklich nicht so einfach, aber wir vermuten es verstanden zu haben: Geld regiert die Welt!).

Nach interessanten Beobachtungen des Northampton'schen Nachtlebens aus Connis Luxus-Apartment starteten am Sonntagmorgen in einen Shopping-Sonntag. (Kurze Anmerkung: nicht nur die Einrichtung der Wohnung ist richtig deluxe, auch die Lage mitten in der Stadt ist perfekt, um spärliche bekleidete Mädels dabei zu beobachten, wie sie mit High-Heels über Eispisten stöckeln).


Aber zurück zum Thema: wir versuchten zunächst ein berühmt-berüchtigtes Shoe-Outlet am anderen Ende Northamptons ausfindig zu machen. Anders gesagt: wir sind mit Connis Hobel ewig in der Landfschaft umhergegurkt, um dann einen spärliche Auswahl an Tretern aufzuspüren. Nichts für junges Gemüse wie uns. Witzig war es trotzdem. Ganz anders präsentierte sich dagegen die Innenstadt, wo sich Conni dann sehr ausgiebig ihren Shopping-Gelüsten hingab (und ich reichlich beschäftigt war ihr zunächst ihre Gewissensbisse auszureden und ihr anschließend Geld zu leihen (komische Kombination aus heutiger Sicht)).

Alles in Allem habe ich ein richtig geniales Travel-Wochenende verlebt (denn überraschenderweise den Rückweg ohne ausgefallene Züge in zwei Stunden absolviert). An dieser Stelle nochmals ein großes DANKESCHÖN für die Gastfreundschaft meiner Mitstreiterin. Jederzeit gerne wieder.

Sonntag, 8. Februar 2009

travel: College-City Oxford

Als kleine Abwechslung zu Bachelor-Wochenenden hatte ich entschlossen ein Travel-Weekend einzulegen. Ziel war zunächst Conni's und Luxus-Bleibe in Northampton.

Eigentlich hätte die Anreise mit zwei Stunden Zugfahrt erledigt sein sollen. Leider habe ich einen Freitag Abend unter dem Titel "lost and found in East Midlands" verbracht. Nach insgesamt drei cancelled trains und einer kurzes Taxi-Einlage meiner zuvorkommenden Mitstreiterin, hatte ich es dann doch in knapp fünf Stunden geschafft. Abhaken und weiter im Text, so das Motto am Freitag.

Nächster Programmpunkt war also Oxford, was wir nach ca. 1,5 Stunden gekonnter Links-Verkehr-Action in Conni's Corsa und geschätzten 28 Roundabouts (Kreisverkehr) erreichten. Das erste Mal in meinem Leben habe ich ein Park&Ride Angebot genutzt und war angenehm überrascht. Einach, komfortabel, günstig. Nach nur 10 Minuten Busfahrt erreichten wir das Zentrum von Oxford. Zunächst verschafften wir uns einen Überblick von einem der unzählbaren Kirchtürme und genossen das sonnige, aber kalte Wetter.

















Anschließend sind wir zu einem der leckersten Mittagessen seit langer Zeit geschlittert (ja, auch in Oxford gibt es Eispisten). Wir hatten ein stilvolles (und brachial volles) Bistro aufgetant, was für seine Burger-Spezialitäten ausgezeichnet wurde. Völlig zu recht, wie wir finden. Einfach extrem lecker. Um einen Durchblick im Jungel aus Universitäts- und College-Gebäuden zu erlangen, haben wir uns dann einer Stadtführung zu Fuß angeschlossen. So rutschten wir also an mehreren der insgesamt 38 (!) Colleges vorbei und besuchten schließlich das Christ-Chruch-College. Wie ich als Buch-Banause feststellen musste, wurden einige Szenen des ersten Teils von Harry Potter hier gedreht (vor allem im Speisesaal, der auch heute noch von den Studenten täglich genutzt wird). Nach der Besichtigung verstand ich auch warum, denn die Kulisse ist einfach einmalig.
































Um uns von der englischen Kälte zu erholen, legten wir anschließend einen Aufwärm-Zwischenstopp im ortsansässigen Starbucks ein. Standard eben. Wie es danach weiterging, welche Abenteuer noch auf uns warteten und wie luxuriös meine Mitstreiterin einquartiert wurde, erfahrt ihr morgen.