Dienstag, 20. Januar 2009

welcome!

Ich möchte die Gelegenheit nutzen und einen neuen Leser und Kommentator in unserer Runde begrüßen: WELCOME ALEX!

Für alle Unwissenden: es handelt sich dabei um die Person, der ich versprochen habe ans andere Ende der Welt zu reisen. Als ich mich dessen erinnert hatte, musste ich gleich mal eine Mail nach Neuseeland absetzen. Der Rest der Geschichte ist bekannt und Neuseeland hat den ersten Platz auf der Wunschliste meiner Reiseziele erobert.

Ganz nebenbei muss ich mich wohl auch für die Beschwerde über anhaltende Kommentarfaulheit entschuldigen. Weiter so!

food: Schlummertrunk

Angefangen hat es damit, dass es hier zwei Möglichkeiten gibt, um sich Koffein zuzuführen. Die eine davon heißt "Starbucks", die andere "löslicher Kaffee". Wenn man sich die Regale im Supermarkt anschaut, dann besteht ca. 80% des Sortiments aus diesen komischen braunen Brocken. So schlimm schmeckt es zwar gar nicht (im Büro gibts nichts anderes), aber unter Kaffee versteh ich was anderes. Wie ich das Problem auf Dauer gelöst habe, werde ich demnächst berichten.

Als Übergangslösung musste also ein Ersatzgetränk her. Dafür hatte ich eigentlich Malzkaffee vorgesehen, weil ich dazu schöne Kindheitserinnerungen mit mir herumtrage. Zwar auch löslich, aber lecker. Nur leider gibt es hier sowas nicht. Das Einzige, was ich als Malz identifizieren konnte, ist auf diesem Foto zu sehen ...


Es handelt sich um eine Art "Schlummertrunk". Zwar wieder Pulver, diesmal jedoch mit heißer Milch zubereitet, statt mit Wasser. Und was soll ich sagen: das Zeug schmeckt und funktioniert! Ich trinke mittlerweile jeden Abend eine Tasse, was sich beruhigend auf Körper und Geist auswirkt (klappt sicher auch ohne das Getränk, aber dran glauben hilft wahrscheinlich). Was ich allerdings noch erforschen muss, das ist das richtige Timing für das Gesöff. Falls man es zu früh zu sich nimmt, ist man Mitten in der Bachelorarbeit außer Gefecht gesetzt. Trinkt man es zu spät, so will es den Körper unbedingt vor Tagesanbruch wieder verlassen.

Montag, 19. Januar 2009

food: Milch wie ich sie mag

Dass ich tierisch auf Milch abfahre ist glaube ich keinem entgangen. Da finde ich es doch überaus praktisch, dass es in England Milch für echte Männer gibt. Soll heißen, dass man Milch hier in ordentlichen Portionen kaufen kann. In so einem Teil sind dann auch gleich mal 4 pints drin (entspricht etwa 2,27 Litern) und ein praktischer Griff ist auch gleich dabei.


In England sind außerdem die Angaben an Nährwerten mit diesen schönen Grafiken sehr weit verbreitet. Allerdings ohne das Ampelsystem. Ich glaube, dass ich bisher auch nichts gekauft habe, auf dem das nicht drauf gewesen wäre, sogar auf einer Tüte Kartoffeln. Und eben auch auf der Milch. Wie gut man damit allerdings Unwissende vera*** kann ist auch witzig. Den Aufdruck auf der Rückseite "less than 4% fat" sollte man dann doch erstmal überdenken.


Einen Hinweis, wie er in dem kleinen Kreis zu lesen ist, wird man in Deutschland wohl auch kaum finden. In England ist die Welt noch in Ordnung ...

Mitstreiter gesucht II

Zwei kleine Ergänzungen zu meinem Urlaubs-thema: erstens habe ich am Samstag auf der Dinerparty meiner Chefin eine Expertin zum Thema Jakobsweg befragt: Lucie. Sie kommt aus London und läuft den Jakobsweg auf Etappen (das letzte Mal ist sie bis Burgos gekommen). Sie kann es kaum abwarten dieser Jahr weiter zu laufen. Sie meinte, dass Oktober oder Mai zeitlich günstig sind, sowohl was das Wetter betrifft als auch die reduzierte Zahl an pöbelnden deutschen Rentner-Pilgern. Allerdings sollte man wohl alleine laufen, weil gute Freundschaften zerbrechen können, man dafür aber neue Freundschaften finden kann.

Zweitens ist mir noch eingefallen, dass ich eigentlich ein Versprechen einlösen muss: ich habe vor längerer Zeit vereinbart, dass ich nach Neuseeland fliege, wenn ich mein Studium beende. Das könnte zwar den finanziellen Rahmen sprengen, würde mit aber schon doch irgendwie gefallen. Mitstreiter sind herzlich eingeladen ...

Sonntag, 18. Januar 2009

britain: ein echt britischer Ausflug

Erstmal muss ich mich entschuldigen, dass es gestern keinen einzigen Blogpost gab. Meine Rechtfertigung liegt zum einen in der Bachelorarbeit und zum anderen an euch: ihr seid extrem kommentierfaul geworden! Unverschämtheit :o)

Zurück zum Ernst der Lage: ich habe gestern viel über England gelernt. Das lag vor allem daran, dass ich mir (unfreiwillig) einen zwei-stündigen Spaziergang geleistet habe. Eigentlich wollte ich nur eine Packung Fairtrade-Kaffe als Mitbringsel für meine Chefin kaufen. Bei Google Maps sah der Weg auch nicht so lange aus. Berge sind da auch keine eingezeichnet.

Als ich losgelaufen bin, herrschte strahlender Sonnenschein und blauer Himmel. Richtig gutes Wetter also, was man hier nicht allzu oft findet. Auf meinem Weg bin ich durch mehrere Wohnviertel gelaufen und habe mal so ziemlich die gesamte Bandbreite zwischen Luxusvilla und Baracke gesehen. Bei manchen Häusern fragt man sich, ob da eigentlich Jemand wohnt? Man erschrickt, wenn man sieht, dass da wirklich Jemand wohnt. Ich denke das spiegelt ganz gut wider, was ich in meinem Reiseführer über "Klassengesellschaft" gelesen habe.


Was alle Häuser gemeinsam haben ist die Tatsache, dass sie aus Backstein sind. Jedes andere Land, das von sich behauptet für Backsteinhäuser bekannt zu sein, lügt! So viele Backsteine gibt es auf der Welt nicht!

Nachdem ich endlich den Laden gefunden hatte und bemerkt hab, dass er keinen Kaffee hat, war ich echt sauer. Allerdings ein glücklicher Zufall, denn der Supermarkt nebendran hatte Fair-Trade-Kaffee. Angenehmer Nebeneffekt: ich hab so einen Supermarkt auch bei mir in der Nähe und bin echt begeistert von den Produkten und der Einkaufs Athmosphäre (was im Vergleich zu Lidl aber auch kein Kunststück ist).

Als ich wieder raus war aus dem "Co-operative Food", war dann leider auch das schöne Wetter vorbei. Stattdessen gabs Wolken und Wind, das aber dafür nicht zu knapp ... sehr britisch!

Freitag, 16. Januar 2009

weekly review II

I would like to continue, what I started last Friday: some sort of emotional weekly review. As some of you might have recognized, I also decided to write some blog-posts in English. I was inspired by jsb while reading his blog about his trip to Hongkong. Its really impressive how fast you can improve your English skills by simply using English day by day (but don't worry, not all my future blog-post will be written in English :o)

A few minutes ago I read in another blog that "the year 2009 is starting so fast that it feels like driving a Fomula 1 car. Everything passes very fast and you are not able to capture what happens around you". That quote sounds a little dramatic, but it also reflects my feelings.

Don't get me wrong, I love working and living here in England, but it is daily routine yet. Therefore blogging encourages me to think about what I am doing. I also learned that blogging is not as funny as you might imagine. It takes nearly 30 minutes every day to write a text, upload pictures, consider new and interesting themes, etc ... but I like it!

All in all it was a good week. I have been to London for the first time in my life (and I am shure that I will return within the next weeks). My new poject at work (introducing a customer loyalty card) is exaktly that kind of work I like. Also my bachelor thesis makes good progress. So there is nothing to complain about at the moment (except my poor English spelling skills).

Donnerstag, 15. Januar 2009

Mitstreiter gesucht

Letzten Sonntag habe ich mir wieder eine der unfassbar dicken englsichen Sonntagszeitungen gegönnt. Ich finde die Dinger echt praktisch, weil sie Lesestoff für die ganze Woche bieten und auch als Wandschmuck geeignet sind. Da meine Wände so weiß waren, habe ich entschieden ein paar Seiten als "Poster" aufzuhängen. Zwar primitiv, aber wirkungsvoll. Neben derart praktisch orientierten Gesichtspunkten hat es die Zeitung diesmal aber geschafft etwas in mir zu erwecken: Reiselust!


Als ich die Sonderbeilage "travel" durchschaue, fällt mir auf, dass ich riesige Lust verspüre auf Reisen zu gehen. Zwar treibe ich mich grade in England rum, aber das ist wieder was Anderes. Stattfinden soll die Geschichte zum Ende des Studiums bzw. vor Beginn dessen, was danach kommt (was auch immer das sein mag). Dauern kann die Geschichte zwischen einer Woche und drei Monaten. Kosten darf die Geschichte nicht übermäßig viel (Amerika oder so wird schwer).

Bisher spuken mir zwei Dinge im Kopf herum: Nr. 1 wäre der Jakobsweg (den ich allerdings wohl eher alleine machen würde). Nr. 2 wäre eine Rundreise (zu Fuß, mit VW-Bus oder Wohnmobil) durch Skandinavien (ob das dann im finanziellen Rahmen bleibt ist fraglich). Prinzipiell bin ich aber für nahezu Alles zu haben. Hauptsache es hat nichts mit Sommer, Sonne, Strand zu tun und man wird wird es nicht jedes Jahr wiederholen wollen. Exklusivität bitte!

Daher mein Aufruf: wer ähnliche Bedürfnisse nach Freiheit, Erholung und Abenteuer verspürt, der möge sich bitte bei mir melden.